Wir bauen Brücken zwischen Ost und West.

Studium in St. Petersburg, Universität ITMO

In St. Petersburg zu studieren hilft ganz besonders, über den eigenen Tellerrand zu schauen und Neues zu entdecken und zu erleben. Diese faszinierende zweitgrößte Stadt Russlands verfügt über eine sehr große Zahl an Universitäten und sonstigen Hochschulen, die praktisch alle kulturellen und wissenschaftlichen Sparten abdecken.

Eine besondere Stellung nimmt dabei die Universität ITMO ein. ( Näheres bei:  www.ifmo.ru ).

An dieser Universität studieren ca. 1400 junge Menschen aus 61 Ländern. Die Vorlesungen werden in englischer bzw. russischer Sprache durchgeführt.

Das Fächerspektrum ist sehr breit angelegt: etwa Informationstechnologie, Mechanik, Optik und Photonik, Nanomaterialien und -technologien, Gesundheit und Biowissenschaften, Lebensmittel- und Kältetechnologie  u.v.m…….

Die Universität ist  international sehr angesehen und sehr gut vernetzt.  ( Zwei Dozentinnen dieser Hochschule konnten wir bereits in den vergangenen Jahren für Vorträge in Graz gewinnen. )

Unsere Gesellschaft hat besonders gute Kontakte zu dieser Universität und ist gerne bereit, diese Kontakte zur Verfügung zu stellen bzw. zu vermitteln. ( Selbstverständlich ohne jedes Honorar! )

Wir sind davon überzeugt, daß Aufenthalte jeder Art in Russland dazu beitragen, sich selbst ein echtes Bild über das größte Land dieses Planeten und seine Menschen machen zu können. Wir von der Österreichisch-Russischen Gesellschaft in der Steiermark sind Euch dabei sehr gerne behilflich.

Peter Presinger

ÖSTERREICHS BEFREIUNG 1945

“Die Russen in Wien. Die Befreiung Österreichs” lautet der Titel eines Buches, das 2015 beim Falter Verlag erschienen ist ( Herausgeber  Erich Klein, Träger des Österreichischen Staatspreises für Literaturkritik und des Preises der Stadt Wien für Publizistik 2013.)

Das Werk enthält über vierhundert bisher unveröffentlichte Fotos aus jener Zeit, als unser Land vom Hitlerfaschismus befreit wurde; die Fotografen Jewgenij Chaldej und Olga Lander dokumentieren sehr eindrucksvoll den Vormarsch der Roten Armee von der österreichisch- ungarischen Grenze bis nach Wien.

Besonders eindrucksvoll sind die zwanzig sehr persönlichen und glaubhaften Beiträge  sowjetischer  Kriegsteilnehmer, die über die Zeit der Befreiung und die Jahre danach berichten. Sie zeichnen sich durch ganz besondere Authentizität und Unverfälschtheit aus und relativieren damit das Bild des “bösen Russen”, das mitunter bis heute noch so gerne gepflegt wird. ( Ohne einen einzigen Übergriff entschuldigen zu wollen, sei daran erinnert, daß es 1945 durch Vertreter aller vier Alliierten zu teils sehr massiven Übergriffen gegen die Zivilbevölkerung gekommen ist.)

Es wird in dem Buch sehr ausführlich über den ganz normalen Alltag in Österreich nach der Befreiung und die oft ganz banalen Sorgen der Rotarmisten berichtet, über die oft schwierige Verpflegungssituation sowie über Liebesgeschichten, und die manchmal damit zusammenhängenden Probleme und Fragen. Die Erbauer des sowjetischen Ehrenmals am Schwarzenbergplatz kommen zu Wort, es wird über Geschäfte aus der damaligen Zeit berichtet, über den Schwarzmarkt, Tauschhandel aber auch über die ganz offiziellen USIA-Läden in der sowjetischen Zone. Der Unterschied zwischen Österreichern und Deutschen aus sowjetrussischer Sicht wird beleuchtet, wobei die Österreicher hierbei wesentlich besser abschneiden als die Deutschen. Auch über das sowjetisch-amerikanische Verhältnis aus der Sicht des Rotarmisten wird berichtet, wobei betont wird, daß man den US-Amerikanern mit mehr Mißtrauen begegnete, als dies umgekehrt der Fall war. Interessant sind auch die Anmerkungen zum Thema “russischer Patriotismus” der wesentlich zu den Erfolgen der Sowjetarmee beigetragen habe. In den meisten Beiträgen wird auch über das persönliche Leben und Schicksal in der UdSSR vor Kriegsbeginn berichtet.

Sehr interessant sind auch die in dem Werk enthaltenen offiziellen Veröffentlichungen und Anweisungen der sowjetischen Seite, Tagebucheintragungen österreichischer Menschen, ein Auszug aus einer Denkschrift Karl Renners betreffend  seine ersten Kontakte zur Roten Armee und zu Stalin und eine Vielzahl lyrischer sehr zu Herzen gehender Beiträge von Rotarmisten aus jener Zeit.

Abschließend kann gesagt werden, daß das Buch wichtige und sehr nachvollziehbare und nacherlebbare Eindrücke aus der Zeit der Befreiung Österreichs vermittelt. Die Unmittelbarkeit und Authentizität sind wichtige Merkmale des Werkes, das Interessierten an der geschilderten Thematik wärmstens empfohlen werden kann.

Peter Presinger, Graz

Sowjetische Kriegstote in Österreich

Vor etlichen Jahren erschien ein umfangreiches Werk über sowjetische in Österreich bestattete Kriegstote des 2. Weltkrieges, publiziert im Rahmen der Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmanninstituts für Kriegsfolgenforschung in Graz, an dem sehr maßgeblich die Botschaft der Russischen Föderation in Österreich und als Herausgeber der Steirer  Reg. Rat  Ing. Peter Sixl  mitgewirkt hatten.

Eine deutlich erweiterte Neuauflage, abermals herausgegeben von Herrn Ing. Sixl mit Hilfe der Russischen Botschaft, ist kürzlich erschienen und konnte im März 2017 in St. Petersburg in der Jelzinbibliothek (“Bibliothek des Präsidenten”) einem sehr interessierten Publikum präsentiert werden.

Zu dieser Veranstaltung waren der Generaldirektor der Bibliothek sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie z.B.  der Polizei und der Regierung erschienen.

Das beeindruckende Gebäude der Jelzinbibliothek sowie deren prächtige Räumlichkeiten und die bei dem Festakt auftretenden Künstlerinnen und Künstler ( unter ihnen eine Militärmusikkapelle ) gaben der Veranstaltung einen sehr würdigen und festlichen Rahmen.

Herr Reg. Rat Sixl sprach über seine sehr umfangreiche Arbeit und merkte an, daß für ihn dabei der humanitäre Aspekt die Hauptrolle spiele.

Die Ansprachen der Vertreterinnen und Vertreter der russischen Seite brachten großen Dank gegenüber Herrn Sixl zu Ausdruck, ließen aber auch erkennen, daß man in Russland ganz allgemein den Beitrag Österreichs zu seiner jüngeren Geschichte und deren Bewältigung  sowie die jüngere österreichische Erinnerungskultur kenne und schätze.  Man kann somit diesen Äußerungen durchaus auch einen positiven politischen Aspekt abgewinnen.

Man darf sagen, daß in der russischen politisch interessierten Öffentlichkeit sehr wohl verstanden wird, daß für Österreich der politische Dialog mit Russland stets ein großes Anliegen war und auch ist.

Peter Presinger

 

Russische Visa

Visa für die Russische Föderation erhält man beim Russischen Visazentrum in 1030 Wien, Rennweg 33 B.

vhs-austria.com                  Tel.: 0720-11-64-80.

Das Visumantragsformular findet man bei:  https://visa.kdmid.ru

 

Es ist besonders hervorzuheben, daß die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Russischen Visazentrums sehr höflich, kompetent und hilfsbereit sind und auch stets waren.

Man muß den unterschriebenen Antrag zusammen mit dem Pass, normgerechtem neuem (!) Passfoto, obligatorischer (!) Versicherungsbestätigungung und den sonstigen nötigen Unterlagen (Einladung der russischen Seite) in Wien abgeben und kann nach ca. 2 Wochen den Paß mit Visum wieder abholen. Passfoto darf maximal 3 Monate alt sein. Der Antrag ist online korrekt und sorgfältig auszufüllen, auszudrucken und zu unterschreiben, das gewählte Passwort sollte man mit Bleistift gut leserlich auf die Rückseite des Antrages schreiben. Die Referenznummer ist jene des einladenden Reisebüros, die confirmation number findet man auf dem jeweiligen Voucher des Reisebüros. Sehr wichtig ist, daß alle Vornamen und Familiennamen in richtiger Reihenfolge vollständig, so wie sie im Paß stehen, im Antrag und in der Einladung der russischen Seite angeführt sind.  Der Pass muß noch mindestens 6 Monate nach der Reise gültig sein.

Die Frage nach einer Versicherung ist zu bejahen, man muß eine Versicherung abschließen, die garantiert für Russland gültig ist, Etwa bei Mondial, Allianz, Europäische Reiseversicherung oder anderen. Auch über Reisebüros ist das möglich.

Unter Punkt 15 wird abgefragt, ob man arbeitet. Das ist auch für Personen in Pension mit “yes” zu beantworten. Dann ist die Pensionsversicherung anzugeben. Als Adresse ist dann die persönliche Wohnadresse, Telefon und Emailadresse zu nennen.

Wenn Fragen auftauchen:  beim Visazentrum anrufen, und Sie werden sehr freundliche Auskunft bekommen.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Wartezeit drastisch zu verringern ( teureres “Expressvisum” ), bitte kontaktieren Sie diesbezüglich das Visazentrum.

Und nun wünschen wir noch eine gute Reise. Das größte Land der Erde und seine Menschen kennenzulernen wird Ihnen gewiß besser helfen, Russland zu verstehen und gerecht zu beurteilen, als durch vielfach sehr seltsame und oft unsachliche Medienberichte aus dem Westen.

Peter Presinger

 

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